Über uns

Konzertchor und Kammerorchester

St. Blasius-

Rückblick und Ausblick

Das Jugend- und Kammerorchester Münden, der Junge Konzertchor (JOM) sowie die Kantorei St. Blasius, über Jahrzehnte hinweg tragende Säulen des kulturellen Lebens von Hann. Münden, beschlossen in jüngster Vergangenheit eine Fusionierung.

Sie gaben sich den neuen, gemeinsamen Namen „Konzertchor und Kammerorchester St. Blasius“.

Mehr als sechzig Jahre des Musizierens, insbesondere vor einem heimischen Publikum, verdienen einen Blick zurück auf ein erfolgreiches Tun.

Erhalten gebliebene Programmzettel sind Beleg dafür, dass schon im 19. Jahrhundert in der Blasiuskirche Konzerte eines dort bestehenden Kirchenchores stattfanden. Verantwortlich für diese Kirchenmusik war damals ein Kantor, der zumeist auch  Schullehrer war.

1945 war es, nach dem Ende des 2. Weltkrieges, der Lehrer Max Seidel, der den Kirchenchor in unserer großen Kirche wieder aufleben ließ.

45 Sänger und 12 Instrumentalisten bildeten damals das feste Gerüst dieses Ensembles, das in den Folgejahren nicht selten durch das Mitwirken von Mitgliedern des späteren Mündener Jugendorchesters erweitert wurde.

1947 hatte Seidel am ersten Advent den ersten Nachkriegsauftritt  mit seinen Musikern.

1951 rief der junge Heinz Koehler Jugendliche unserer Stadt zu gemeinsamem Musizieren auf.

Acht junge Menschen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren folgten diesem Aufruf, und mit ihnen wurde das „Jugend(ring)orchester“ gebildet.

1959 wurde aus dem früheren Kirchenchor die „Kantorei St. Blasius“.

1961 trat erstmalig ein Chor aus Schülerinnen des hiesigen Lyzeums, der  Herzogin-Elisabeth-Schule, und Schülern des Mündener Gymnasiums gemeinsam mit dem Jugendorchester Münden auf.

1963 folgte die Aufstellung des  Kammerorchesters Münden, hervorgegangen aus älteren Mitgliedern des Jugendorchesters.

Der ursprünglich nur für eine Aufführung gebildete Jugendchor wurde auf Wunsch der Beteiligten zu einer ständigen Einrichtung und bekam den Namen „Junger Konzertchor“.

Seit 1971 gehören die Sommerkonzerte in der Bursfelder Klosterkirche, eine Konzertreihe des Mündener Kulturrings, zu den jährlich wiederkehrenden Höhepunkten des kulturellen Lebens in unserer Region. Nicht ohne Grund verzeichnete das traditionelle Eröffnungskonzert am Himmelfahrtstag mit der Kantorei St. Blasius und wechselnden Solisten stets eine beachtliche  Besucherzahl des jeweiligen Bursfelder Kultursommers.

Doch auch ungezählte Gottesdienste in der Mutterkirche wurden seit nunmehr über sechzig Jahren von den Musikern der Kantorei St. Blasius bzw. des Kirchenchores musikalisch begleitet oder ausgestaltet.

1991, im Verlauf einer ihrer mehr als 30 Konzertreisen in das In- und Ausland, gestalteten die Musiker des JOM den traditionellen Pariser Pfingstgottesdienst in „Notre Dame“ vor der imponierenden Kulisse von mehreren tausend Zuhörern innerhalb und außerhalb des Gotteshauses.

1995 durften die Sänger des Jungen Konzertchores für einen TV-Spot aus der Reihe von „Kein schöner Land“ in der Klosterkirche von Corvey vor ARD-Kameras treten.

Über viele Jahrzehnte hinweg war Heinz Koehler Motor und Motivator von JOM und prägte die Ensembles mit seiner eigenen Handschrift.

2002 zog er sich von der aktuellen Arbeit in Chor und Orchester zurück. Heinrich Bunzendahl, seit 1980 bereits JOM-Mitglied und seitdem verantwortlich für Werkauswahl, Probenarbeit und Dirigate bei Orchesterauftritten, trat seine Nachfolge an.

Nach seinem Rückzug folgte ihm für zwei Jahre der Kantor Alexander Kuhlo als musikalischer Leiter.

Georg Franke, Andreas Lehmann, Arwed Henking und Jörn Tegtmeyer waren im Laufe der Jahre in der Kantorei von St. Blasius die Nachfolger von Max Seidel.

2005 trat der Kirchenmusikdirektor Detlef Renneberg in deren Fußstapfen und wurde der Leiter.

2011 reifte der Entschluss, die Kantorei St. Blasius, den Jungen Konzertchor sowie das Jugend- und Kammerorchester Münden zu vereinen, um das musikalische Schaffen in unserer Stadt auf eine breitere Basis zu stellen.

2012 übernahm Detlef Renneberg schon vom Januar an  die Probenarbeit beim JOM und dirigierte erstmalig deren traditionelles Frühjahrskonzert im Rittersaal des Welfenschlosses.

 2012, im November, konnte man noch ein letztes Mal die Kantorei, den Jungen Konzertchor sowie das Kammerorchester Münden in einem gemeinsamen Auftritt, aber noch unter ihren alten Namen, in der Blasiuskirche mit Ausschnitten aus  ihren Konzerten der vergangenen Jahre erleben.

Dirigent war Detlef Renneberg.

Mittlerweile standen für diese genannten Ensembles nahezu alle großen Werke der Musikliteratur auf dem Programm und unzählige Auftritte vor Publikum wurden absolviert.

Die Praxis, für große Soloauftritte auch professionelle Künstler zu engagieren, hatte sich schon viele Jahre vorher durchgesetzt.

Mehr als sechs Jahrzehnte lang fanden für beide Chöre und das Orchester allwöchentlich Proben statt.

Chorfreizeiten hatten bei allen Ensembles das Ziel, das musikalische und menschliche Miteinander zu festigen.

So nimmt es nicht wunder, dass die Musiker sich schon über viele Jahre hinweg einander verbunden fühlen durch die Freude am Musizieren, den Stolz auf die eigene Leistung und auf einen gemeinsam errungenen Erfolg bei einem Konzert.

Als Voraussetzung dafür musste neben der Musikalität auch Zeit, Disziplin und Begeisterungsfähigkeit mit eingebracht werden.

 

Der Chor hat seine festen Probenzeiten jeden Montag von 19.00 – 21.00 Uhr in der Aula der Hauptschule.

Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

Für die Musiker des Kammerorchesters gibt es, projektbezogen, feste Probentermine, die der jeweiligen aktuellen Info zu entnehmen sind.

Unsere letzten Konzerte

Frühjahrskonzert 2017

Weihnachtskonzert 2016

 

 

26.12.2015 Quempas-Singen

08.11.2015

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